Windows Update denkt jetzt an CO2 Emissionen. Zusätzlich wurden von Microsoft Standardeinstellungen geändert.

Als digitaler Vorreiter ist das Klimaschutz, wie er im Buche steht. Da muss man halt auch mal über seine Grenzen gehen, um so richtig nachhaltig zu sein und CO2 einzusparen.

Viel zu hohe Stimme aus dem Off: "Ähm nein, wir haben lediglich ein paar Werte nach unten korrigiert und in Windows Update abhängig von der Lokalzeit die Updates auf eine andere Tageszeit als die üblichen Bürostunden gelegt."

Zugegebenermaßen wird das kollektiv, über alle Windows benutzer, definitiv Strom einsparen weil viele Benutzer sich einfach keine Platte machen, irgendwelche Einstellungen an ihr eigenes Nutzungsverhalten des Gerätes anzupassen.

Das Verlegen der Updateinstallationszeiten habe ich so verstanden, dass das Betriessystem nun eigenmächtig die Updates irgendwann installiert. Zuvor gab es ja eine Funktion, in der Windows die Updateinstallation auf eine Zeit gelegt hat, die außerhalb der aktiven Nutzungszeit lag. Der Compliancemüll, der auf so nem Ding den ganzen Tag mitläuft, lähmt so einen neuen Mittelklasseprozessor nämlich schon genug. Wenn nun die Updates während der Nutzung installiert würden, bleibt dann halt kaum noch Rechenleistung für die eigentlichen Aufgaben des Benutzers, für die das Betriebssystem eigentlich gedacht ist. Nun installieren wir die Updates also (vermutlich) wieder Tagsüber. Mehr Informationen bekommt man da ja aus Herstellerquelle nicht zu, weil das viel zu kompliziert für einen Benutzer zu verstehen wäre. Mit technischen Aussagen müsste man sich dann ja auch faktisch binden. Lass mal lieber, Hannes.

Jetzt stelle man sich vor, man würde absolut unnötige und technisch fragwürdige Optionen in den Standardoptionen deaktivieren wie z.B.

  • die Ortung
  • Cortana
  • Biometrische Authentifizierung
  • "Windows Schnellstart"
  • OneDrive
  • Telemetrie-Sammel-Prozesse

... damit könnte man WIRKLICH Strom (und am Ende CO2) sparen. Wie bei Windows XP. Wo man nach der Installation vielleicht 10-12 Prozesse im Taskmanager hatte, ohne irgendetwas am System zu ändern. Wenn jemand OneDrive braucht, kann er sich das sicherlich installieren.

Nun, natürlich geht es im Wesentlichen um Profit, Greenwashing, Profit und nicht um das tatsächliche Bestreben, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Schauen wir mal, ob Bill Gates genauso ein Wendehals ist, wie Mark Zuckerberg.